Einführung in die Welt der Loricariidae

Die Familie der Harnischwelse (Loricariidae) ist mit ihren mehr als 90 verschiedenen Gattungen und über 650 beschriebenen Arten die größte Familie neotropischer Welse. Als erstes beschrieben wurden die Loricariiden im  Jahre 1831 von Bonaparte. Viele Generationen von Ichthyologen haben sich seit dieser Zeit mit der Systematik dieser Familie beschäftigt. Aktuell teilt man die Loricariiden in 5 Unterfamilien auf:

  • Unterfamilie Loricariinae Bonaparte (1831)
  • Unterfamilie Ancistrinae Kner (1853)
  • Unterfamilie Hypostominae Kner (1853)
  • Unterfamilie Hypoptopomatinae Eigenmann & Eigenmann (1890)
  • Unterfamilie Neoplecostominae Regan (1904)

Es ist damit zu rechnen, daß sich in naher Zukunft in der Systematik der Loricariiden einiges verändern wird. Die Ichthyologin Lucia Rapp Py-Daniel teilte auf den ersten internationalen L-Wels-Tagen in Hannover einige neue Forschungsergebnisse mit, die diese These unterstützen.

Vorkommen

Die Verbreitung ist auf den mittel- und südamerikanischen Raum beschränkt. Das Gebiet der Loricariiden reicht von Costa Rica hinunter bis zum südlichen Teil des südamerikanischen Kontinents (Uruguay, Argentinien, mit Ausnahme von Chile, Feuerland). Sie kommen nur in Süßwasser vor.

Panaque sp. L190

Saugmaul eines Panaque sp. L190

 Merkmale

Charakterisiert werden Loricariiden durch ihren gepanzerten Körper und ihr unterständiges Saugmaul. Sie kommen in den unterschiedlichsten Habitaten vor. Diese Habitate können sehr strömungsstark und sauerstoffreich sein, sie kommen aber auch in sehr sauerstoffarmen, stehenden Gewässern vor. Deswegen muss man bei der Haltung solcher Tiere genaue Informationen einholen, um sein Aquarium dementsprechend einzurichten. Auch der speziellen Nahrungsaufnahme sollte man große Beachtung schenken. Es gibt Aufwuchsfresser, Fleischfresser sowie reine Holzfresser. Ein bekannter Holzfresser ist die Gattung Panaque. Dieser raspelt im Aquarium den Bestand an Wurzeln weg.  Juvenile Welse können Aufwuchsfresser sein und sich später zu Fleisch- bzw. Pflanzenfressern entwickeln.


Quellenangabe:

Mergus Wels Atlas Band 1 von Hans-Georg Evers und Ingo Seidel;
4. BSSW Spezial – 1. Internationale L-Wels-Tage

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