Die Gattung Guianacara

Die Gattung Guianacara gehört zur Familie der Cichlidae (Buntbarsche). Sie sind heimisch im nordöstlichen Südamerika. Ihre Verbreitung erstreckt sich von Venezuela (Rio Caroní) über die drei Guayanas (Französich-Guayana, Guayana und Suriname) bis ins nordöstliche Brasilien (Rio Caciporé, Rio Branco, Rio Curuá und Rio Trombetas). Der Gattungsname Guianacara leitet sich aus den Begriffen „Guayana“ (Hauptverbreitungsgebiet) und „Acará“ (Ausdruck für Buntbarsch in der Tupí-Guaraní-Sprache) ab.

Guianacara sp. Jatapu

Guianacara sp. Jatapu

 

Guianacara-Arten sind kleine bis mittelgroße Buntbarsche, werden maximal 20 Zentimeter lang, bleiben meist aber kleiner. Der Körper ist sehr hochrückig und seitlich stark abgeflacht, der Kopf hoch und kurz, die Stirnlinie steil und abgerundet. Das kleine Maul ist endständig und liegt relativ weit unten. Weibchen bleiben kleiner und sind schlanker. Das Auge wird durch einen dunklen Augenstreifen getarnt. Auf der Mitte der Körperseiten liegt ein artspezifisch ausgeprägtes, senkrechtes schwarzes Band, das bei adulten Tieren und bei der Untergattung Oelemaria zu einem dunklen Fleck reduziert sein kann bzw. ist. Guianacara-Arten haben 26 bis 27 Wirbel (13+14 o. 13+13). Die Arten der Untergattung Guianacara besitzen zwei Supraneuralia (Neuralfortsätze), Guianacara oelemariensis (Untergattung Oelemaria) nur eine.

 

Überordnung

Cichlimorphae

Ordnung

Cichliformes

Familie

Cichlidae (Buntbarsche)

Unterfamilie

Cichlinae

Tribus

Geophagine

Gattung

Guianacara

 

Guianacara sind Offenbrüter, die gerne auf Substrat laichen. Dabei werden natürliche Höhlen genommen oder Substrate freigelegt (z. B. Steine oder Wurzeln unterhöhlen). In einigen Fällen graben sie einfach eine Kuhle in den Sand und legen dort ihre Eier rein. Die Eier bzw. Larven (es können bis zu 500 Eier sein) werden immer wieder umgebettet und während der Nacht wieder zurückgelegt. Während das Weibchen sich hauptsächlich um die Brutpflege kümmert, verteidigt das Männchen das Revier. Während der Fortpflanzungsphase trägt das Weibchen ein besonderes Farbkleid, Lippen und Kehle sind tiefschwarz gefärbt.

Guianacara sphenozona

Guianacara sphenozona

 

Guianacara stellen keine hohen Ansprüche an die Haltungsbedingungen. Als Futter wird eigentlich alles genommen was ihnen vor die Nase fällt. Sie fressen alle möglichen Sorten von lebenden oder gefrorenen Futtersorten. Granulat wird ebenfalls nicht verschmäht. In unseren Aquarien ist zu beobachten, das Sie teilweise sogar zuviel fressen. Man könnte Sie 10 mal am Tag füttern und die Bäuche würden immer runder werden. Sie neigen also ein wenig zur Fettleibigkeit, darauf sollte geachtet werden.

Die Wasserparameter können im normalen Bereich sein. Sie laichen bereitwillig im mittelharten Leitungswasser ab. Für eine dauerhaft Haltung sollte man ihnen aber weicheres Wasser anbieten mit einem PH-Wert von unter 7. Als Temperatur ist 26 bis 28 Grad Celsius empfehlenswert. Für die Haltung eines Paares reicht ein Meterbecken aus, für die Gruppenhaltung sollte es schon etwas größer werden.

Guianacara sp. Jatapu

Guianacara sp. Jatapu

 

Guianacara sp. Jatapu

Guianacara sp. Jatapu

 

Zur Zeit gibt es folgende anerkannte Arten:

  • Guianacara cuyunii LÓPEZ-FERNÁNDEZ, TAPHORN BAECHLE & KULLANDER, 2006
  • Guianacara dacrya ARBOUR & LÓPEZ-FERNÁNDEZ, 2011
  • Guianacara geayi PELLEGRIN, 1902
  • Guianacara oelemariensis KULLANDER & NIJSSEN, 1989
  • Guianacara owroewefi KULLANDER & NIJSSEN, 1989
  • Guianacara sphenozona KULLANDER & NIJSSEN, 1989
  • Guianacara stergiosi LÓPEZ-FERNÁNDEZ, TAPHORN BAECHLE & KULLANDER, 2006

 


Quellenangabe:

  • www.wikipedia.org
  • www.fishbase.org
  • Guianacara by KULLANDER & NIJSSEN
  • Sven O. Kullander & Han Nijssen: The Cichlids of Surinam: Teleostei, Labroidei. Brill Academic Pub, 1989, ISBN 90-04-09077-0
  • Horst Linke, Wolfgang Staek: Amerikanische Cichliden II, Große Buntbarsche. Tetra-Verlag, Bissendorf 1997, ISBN 3-8974-5101-8
  • Claus Schaefer, Torsten Schröer: Das große Lexikon der Aquaristik. Ulmer Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9

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